DAVID in Leverkusen und Ratingen
Doppelpack auf dem Weg zum Marathon-Herbst: Kampfgeist in Leverkusen und Hitzeschlacht in Ratingen
Zwei Wochen, zwei Rennen, zwei völlig unterschiedliche Herausforderungen – für David markierten der EVL Halbmarathon in Leverkusen und der Seeuferlauf in Ratingen wichtige Formtests auf dem Weg zum Marathon-Herbst. Während in Leverkusen taktisches Geschick und prominente Begleitung im Vordergrund standen, entwickelte sich Ratingen zu einer mentalen Prüfung gegen die Hitze.
Leverkusen: Taktik, Teamwork und ein prominentes Duo
Im Gegensatz zu den Vorjahren meinte es Petrus beim EVL Halbmarathon gut mit dem Starterfeld. Bei angenehmen 18 Grad und bedecktem Himmel waren die äußeren Bedingungen fast ideal – wäre da nicht die hartnäckige Allergie gewesen, die David bereits in den letzten Trainingswochen zugesetzt hatte. Dennoch ging er mit gesundem Selbstvertrauen ins Rennen, denn die Leistungswerte der Vorbereitung stimmten.
Davids Plan: Kontrolliert angehen, bloß nicht überpacen. Vom Start weg fand er gut in seinen Rhythmus und sortierte sich auf Position sechs ein. Während sich kurz davor Esther Pfeiffer mit einem Begleiter leicht absetzte, entschied sich David gegen eine riskante Verfolgung und vertraute seinem eigenen Stiefel. Eine goldrichtige Entscheidung: Bei Kilometer 9 lief er auf das Duo auf und übernahm die Führung in der Gruppe. Kurz darauf folgte die Überraschung des Tages: Hendrik Pfeiffer, der an diesem Tag mit den Nachwirkungen einer 180-Kilometer-Woche zu kämpfen hatte, ließ sich bewusst zurückfallen, um seine Frau Esther auf der zweiten Hälfte zu unterstützen.
Es entwickelte sich ein packendes Rennen. David schloss zu den Pfeiffers auf, man tauschte sich kurz aus, bevor das Duo das Tempo erneut verschärfte. Zwar riss kurzzeitig eine Lücke von rund 200 Metern, doch David bewies Stehvermögen, biss sich wieder heran und setzte sich vier Kilometer vor dem Ziel sogar leicht ab. Auf den letzten 1,8 Kilometern kam es zum Zusammenschluss. Jetzt hieß es Zähne zusammenbeißen. Während Hendrik und Esther noch locker plauderten, war für David „Leiden“ angesagt, um den Anschluss nicht zu verlieren. Nach der Passage der BayArena und einem lautstarken Motivationsschub von Katrin am Streckenrand, gab Hendrik das Kommando: „Komm, lauf!“ David forcierte noch einmal alles, bog auf die Zielgerade ein und finishte ein unvergessliches Rennen. Erst zehn Minuten später realisierte er die Belohnung für den Kampf: Platz 3 im Gesamtranking. Ein stabiler Auftritt, der Lust auf mehr macht.
Ratingen: Souveräner Sieg in der Mittagssonne
Nur eine Woche später folgte der krasse Gegensatz beim Ratinger Seeuferlauf über 10 Kilometer. Pünktlich zum Start um 12:30 Uhr kletterte das Thermometer aufdrückende 30 Grad. Angesichts dieser Bedingungen und seiner bekannten Schwierigkeiten mit schwülem Wetter schraubte David die Erwartungen zurück: Ein kontrollierter Tempodauerlauf ohne Druck sollte es werden.
Dank der abwechslungsreichen Strecke mit einigen Schattenpassagen und regelmäßiger Kühlung in den vier zu absolvierenden Runden gelang es David jedoch, seinen Plan perfekt umzusetzen. Mit einem konstanten Kilometerschnitt von 3:36 min/km setzte er sich sofort vom Feld ab und baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Ohne die Brechstange herauszuholen, spulte er sein Programm ab und überquerte nach 34:42 Minuten als Gesamtsieger die Ziellinie.
Fazit: Die Richtung stimmt
Hinter David liegen zwei Wochen, die unterschiedlicher nicht hätten sein können. Auf der einen Seite das hochemotionale und taktische Rennen in Leverkusen, auf der anderen der souveräne Start-Ziel-Sieg in der Hitzeschlacht von Ratingen. Die Erkenntnis bleibt: Die Formkurve zeigt steil nach oben, und David hat bewiesen, dass er auch unter widrigen Bedingungen kluge und konstante Rennen abliefern kann. Der Marathon-Herbst kann definitiv kommen.
